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Pressemitteilung der LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck

 

Mehr als 100 Projekte in fünf Jahren umgesetzt

Landrat informiert sich über die Arbeit der LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck!

 

Im April 2015 tagte die LEADER-Kommission der Region Diemelsee-Nordwaldeck erstmals in der Gemeinde Diemelsee. Auf dieser Sitzung wurden die ersten beiden LEADER-Projekte der neuen Region Diemelsee-Nordwaldeck beschlossen. Nach der Bewilligung durch den Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises konnte ein „Mini-Eldorado“ in der Touristen-Information in Willingen und die Aufwertung des Diemelsee-Rundweges umgesetzt werden.

In der Zwischenzeit konnten 109 weitere Projekte in den sieben Kommunen der LEADER-Region beschlossen, bewilligt und zum Teil umgesetzt werden. Die Förderung erfolgte über unterschiedliche Programme, welche anteilig durch die EU, den Bund und das Land Hessen finanziert werden. „Zunächst konnten wir in der Region ausschließlich mit den Fördermöglichkeiten des LEADER-Programmes arbeiten, erläutert Volker Becker der 1. Vorsitzende der LEADER-Region. In den vergangenen drei Jahren wurden diese jedoch erheblich erweitert. Besonders erfreulich ist, dass es inzwischen auch die Möglichkeit gibt, kleinere Projekte, z.B. von Vereinen, über das Regionalbudget zu fördern. Aber auch die Fördermöglichkeiten für die Kleinstunternehmen im Gaststätten- und Grundversorgungsbereich haben die Region erheblich gestärkt und werden gut angenommen, berichtet Becker weiter.“

Davon konnte sich auch der Landrat Dr. Reinhard Kubat während eines Ortsrundganges am Kloster Flechtdorf überzeugen. In den Räumlichkeiten des Klosters konnte kürzlich eine größeres LEADER-Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Mit einer LEADER-Förderung von ca. 137 Tsd. Euro wurde die Einrichtung einer Gruppenunterkunft für 12 Personen in den Räumlichkeiten des Klosters ermöglicht. Die Gemeinde Diemelsee war für die Projektumsetzung verantwortlich und investierte ca. 300 Tsd. Euro in das denkmalgeschützte Kloster aus dem 12. Jahrhundert.

Die Förderung der touristischen Entwicklung ist ein zentraler Schwerpunkt der LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck, aber auch der Naturschutz, die Dorfentwicklung und die wirtschaftliche Entwicklung sind wichtige Themen für Region. Dies zeigt sich auch an den Zahlen. In den vergangenen fünf Jahren bewilligte der Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung ca. 4,2 Mio. Euro Fördermittel, was eine Gesamtinvestition von mind. 8,5 Mio. Euro zur Folge hatte. „Davon profitieren auch die regionalen Unternehmen, so Landrat Kubat, jeder Euro wird bei der Projektumsetzung verdoppelt und viele Aufträge gehen auch an die regionalen Handwerksbetriebe und Kleinstunternehmen – dadurch wird die regionale Wirtschaft gestärkt.“

Diese positive Entwicklung ist auch auf die neuen Fördermöglichkeiten von Bund und Land zurückzuführen, allein die Förderung über des Regionalbudget ermöglichte in den vergangenen zwei Jahren die Förderung von 48 Kleinstprojekten. Hinzu kommen 16 weitere Projekte die eine Förderung im Rahmen der GAK – der Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz – erhielten und 45 LEADER-Projekte. „Mit den neuen Fördermöglichkeiten wurde unser Spielraum zur Förderung der Region erheblich erweitert, auch in der kommenden Förderperiode sollte das Budget für die LEADER-Regionen nicht zu knapp bemessen sein, so Becker.

Unabhängig davon sei auch die bisherige Zusammenarbeit mit dem Landkreis ein zentraler Erfolgsfaktor, hier bedankte sich Becker ausdrücklich bei Landrat Dr. Kubat und dem hierfür zuständigen Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung für die gute Kooperation zwischen der Kreisbehörde und dem Regionalmanagement.

 

Landrat Dr. Kubat und Bürgermeister Becker besichtigen die fertige Gruppenunterkunft im Kloster Flechtdorf


 


Presseinformation der LEADER-Regionen des Landkreises Waldeck-Frankenberg

Über 500 Kleinprojekte werden in Hessen gefördert

Das Regionalbudget ist in den hessischen LEADER-Regionen ein voller Erfolg

In den hessischen LEADER-Regionen standen im Frühjahr 2020 die Telefone nicht mehr still. Der Grund: Das neue Förderangebot für Kleinprojekte, welches im Jahr 2020 erstmals in fast allen hessischen LEADER-Regionen angeboten wurde, das sogenannte Regionalbudget. Über das Regionalbudget können Vereine und Verbände, Kirchen oder Kommunen in den ländlichen Regionen eine Förderung für die Umsetzung von kleineren Projektideen und Maßnahmen beantragen. Die Entscheidung über eine Förderung wird in den hessischen LEADER-Regionen getroffen. Die lokalen Akteure in Hessen wählten in diesem Jahr insgesamt 547 Kleinprojekte aus, dahinter verbirgt sich eine Gesamtinvestition knapp 5,5 Millionen EURO. Die Projektträger können für die Umsetzung ihrer Projekte eine Förderung von 80 % bzw. jedoch max. 16.000 EURO erhalten. Der Bund und das Land Hessen werden die Umsetzung dieser zahlreichen Kleinstprojekte über den Sonderrahmenplan für die ländliche Entwicklung mit einer Fördersumme von 4 Millionen EURO unterstützen. Die hessischen LEADER-Regionen stockten diesen Betrag noch einmal um 410.000 EURO auf und legten die Schwerpunkte für eine Förderung über das Regionalbudget fest.

Das Ergebnis sind unterschiedliche Projektideen von der Anschaffung einer Saatgutsammelmaschine zum Schutz der Artenvielfalt in Hersfeld-Rotenburg über die Konzeption eines „Uphill-Flow-Trails“ für Mountainbiker in der Stadt Bad Sooden-Salmünster bis zur Eichrichtung einer Verleihstation für E-Lastenräder im mittelhessischen Linden. Interessante Projekte gab es auch im kulturhistorischen Bereich, an der Welterbestätte Grube Messel bei Darmstadt werden Skulpturen zu den Themen „Kunst, Wald und Fossil“ eingerichtet, im nordhessischen Felsberg wird ein Projekt zur Aufarbeitung der jüdischen Geschichte unterstützt. Besonders erfreulich sind auch die zahlreichen Projekte für Kinder- und Jugendliche, wie zum Beispiel die Anschaffung der Veranstaltungstechnik für die Barock-AG in der Stadt Bad Arolsen oder ein Zirkuszelt für das Jugendfestival „Besser als Nix“ im Rheingau.

„Diese und andere Projektideen tragen erheblich zur Attraktivität der ländlichen Regionen bei und zeigen, dass die Förderung des ländlichen Raumes in Hessen auf einem guten Weg ist.“, so die Vorsitzende der hessischen Regionalforen Marion Klein (LEADER-Region Lahn-Dill-Bergland).

Das Bundesland Hessen stellte im Jahr 2019 als eines der ersten Bundesländer das Förderangebot des Regionalbudgets zur Verfügung, hierfür wurde die Hessische Richtlinie zur Förderung der ländlichen Entwicklung angepasst. Ansprechpersonen für das Regionalbudget sind die Regionalmanagements der hessischen LEADER-Regionen, welche sich auch um die Abwicklung des gesamten Programms kümmern.

In den drei LEADER-Regionen des Landkreises Waldeck-Frankenberg wird das Regionalbudget bereits seit zwei Jahren angeboten. Im Jahr 2020 haben die Entscheidungsträger der Regionen insgesamt 65 Projekte ausgewählt. Ein Großteil der Projekte wird durch die regionalen Vereine und Verbände getragen, diese erhalten für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen eine Förderung in Höhe von 520.000 EURO, die Investitionssumme liegt bei 700.000 EURO.

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Projektbeispiele aus der LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck (Spiel, Spaß und Bewegung im Freien am Spielzeugmuseum in Massenhausen)

 

Die komplette Pressemitteilung als Download

 

 

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